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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kerzi - Golden Retriever - aus Tierschutz übernommen



Mein Tagebuch
08.04.2026, 13:56
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https://www.labrador-in-not.de/projekte/2026/RIN/kerzi1.jpg

Die Rechte an den Bildern/Videodateien in diesem Tagebuch liegen bei Retriever in Not e.V.

Information über den Hund:


Name: Kerzi
Rasse: Golden Retriever
Geschlecht: Rüde
Alter: 02.03.2022
Kastriert/ Sterilisiert: ja


Tierärztliche Grundversorgung:


geimpft
gechipt
EU Pass
Wurmkur, Flohprophylaxe
Im Krankheitsfall wurde der Hund tierärztlich versorgt



Postleitzahl der Pflegestelle:


PLZ: 51379


Kontakt:Bitte füllen Sie bei Interesse unverbindlich den Bewerbungsbogen für diesen Notfall aus. Sie finden ihn auf unserer Webseite:


Startseite | Retriever in Not - liberty for dogs (https://www.retriever-in-not.de/)





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Könnten Sie sich vorstellen für einen anderen Notfall Pflegestelle zu werden?

Wenn Sie sich dafür interessieren, lesen Sie sich bitte zunächst in Ruhe unsere Infoseite zum Thema Pflegestellen durch.
Hier informieren wir Sie über die Aufgaben und Anforderungen, die wir von Ihnen als Pflegestelle erwarten.
Wenn Sie sich entschieden haben, Pflegefamilie für einen Hund zu werden, füllen Sie bitte unser Bewerbungsformular für Pflegestellen aus.

(http://https://www.retriever-in-not.de/ihre-hilfe/pflegestelle.html)Infoseite << klick hier >> (https://www.retriever-in-not.de/ihre-hilfe/pflegestelle.html) Bewerbungsbogen (https://www.retriever-in-not.de/pflegestelle-werden)
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So läuft unsere Vermittlung ab
Uns ist es wichtig zu wissen, wohin unsere Schützlinge ziehen dürfen,
deshalb findet vor jeder Vermittlung ein Kontaktbesuch bei Ihnen zu Hause statt.
Dabei lernen wir uns kennen und Sie haben die Möglichkeit noch offene Fragen in einem persönlichen Gespräch zu klären.
Verläuft dieser Termin positiv, können Sie nach Absprache den Hund in seiner Pflegestelle besuchen.
Wenn die Chemie stimmt, steht einer Adoption nichts mehr im Wege.
Sie unterzeichnen erst jetzt unseren Tierschutzvertrag und eine solidarische Tierschutzgebühr wird fällig,
die es uns ermöglicht, mit unserer Arbeit weiterhin Hunden in Not zu helfen.
Falls der Hund noch nicht kastriert/sterilisiert sein sollte, gibt es zum Wohl des Tieres eine entsprechende Kastrationsauflage,
um weiteres Tierleid zu vermeiden.

Hinweis zu Mittelmeerkrankheiten falls Ihr Hund aus dem Ausland kommt:
Trotz aller Vorsorgemaßnahmen kann sich das Tier kurz vor der Ausreise mit landestypischen Krankheiten infizieren.
Deshalb empfehlen wir, den Hund etwa 6 Monate nach Ankunft auf Mittelmeerkrankheiten testen zu lassen, vorher ist ein Test nicht zuverlässig.
Sprechen Sie mit ihrem Tierarzt über eine vorbeugende Behandlung mit z.B. Advocate.

Gesundheit & Verantwortung
Unsere Hunde sind geimpft, gechippt, entwurmt und ggf. auch kastriert/sterilisiert.
Tierschutzhunde sind gesundheitliche und genetische Überraschungspakete und tragen oft die Spuren ihrer Vergangenheit.
Sollten uns Krankheiten bzw. Auffälligkeiten bekannt sein, geben wir Ihnen im Vorfeld Auskunft darüber.
Hunde im Tierschutz kommen oft aus schlechter Haltung oder verantwortungsloser Zucht.
Sie sind keine perfekten Wesen, sondern einzigartige Seelen mit Geschichte.
Ein gerettetes Herz braucht manchmal etwas mehr Pflege - planen Sie bitte mögliche Tierarztkosten mit ein

Mein Tagebuch
08.04.2026, 13:56
Profil: 08.04.2026

Wesen:
Kerzi ist ein intelligenter, lieber, freundlicher und menschenbezogener Rüde, der in ruhigen Momenten Nähe zulassen und auch genießen kann. Gleichzeitig zeigt er aktuell ein sehr hohes Stress- und Erregungsniveau und ist schnell reizüberflutet. Reize sind für ihn schon positive Dinge wie die Fütterung, ein Spaziergang (schon 10 Minuten) oder das Spiel mit unserer Hündin. Er hat Schwierigkeiten, sich selbst zu regulieren und kommt nach Aktivität oder auch positiven Interaktionen nur schwer zur Ruhe. Momentan versucht er seinen Stress durch Humping, Bett zerbeißen und Haare ausreißen zu regulieren - daran arbeiten wir stark und schaffen es meist, ihn durch gemeinsame Ruhe (auf dem Boden setzen und ihn nach bei uns zu halten) herunterzufahren. Wir würden ihn für den Moment als sehr sensibel beschreiben.


Verhalten gegenüber Erwachsenen:

Freundlich und grundsätzlich offen. Ersucht die Nähe zum Menschen und mag es gestreichelt zu werden. Tendenziell ist er eher unterwürfig. In Stressmomenten kann er jedoch auf Nähe empfindlich reagieren.


Verhalten gegenüber Kindern:
Nicht getestet. Aufgrund seiner aktuellen Reizempfindlichkeit und schnellen Überforderung sowie seiner Kraft wird ein Haushalt ohne kleine Kinder empfohlen.

Verhalten gegenüber anderen Hunden:
Im Erstkontakt unauffällig und sozial verträglich. Im Alltag zeigt er jedoch Ressourcen-Themen (z. B. bei Liegeplätzen oder Gegenständen) und kann andere Hunde in bestimmten Situationen anknurren. Ein strukturierter Umgang und Management sind hier wichtig.

Lebt im Pflegehaushalt mit einer Katze zusammen? Verhalten?:
Nein, konnte nicht getestet werden bisher.

Ängste:
Kerzi zeigt sich in den ersten Tagen als sehr sensibel. Kleinste Geräusche wie eine Heizung oder der Kühlschrank können ihn aufschrecken lassen und er beginnt zu Bellen. Besonders ausgepärgt zeigt sich dieses Verhalten nachts, wenn z.B. Personen vor dem Haus auf dem Bürgersteig lang gehen, man Nachbarn aus dem Nebenhaus hört oder andere unbekannte Geräusche außerhalb des Raumes zu hören sind.
Im Alltag zeigt er ggf. Ressourcen-Themen (z. B. bei Futter oder Gegenständen) und kann andere Hunde in bestimmten Situationen anknurren. Ein strukturierter Umgang und Management sind hier wichtig.


Grundgehorsam/Leinenführigkeit:

Grundkommandos wie Sitz, Bleib oder Platz sind vorhanden. Leinenführigkeit ist ihm unbekannt und er kann bei Hunden oder Gerüchen auch stark in die gewünschte Richtung ziehen, sodass man ordentlich standhaft sein muss. Draußen stark mit der Nase beschäftigt und teilweise schwer ansprechbar aufgrund hoher Umweltorientierung.


Spiel:

Zeigt großes Interesse an Spiel (mit unserer Hündin, Apportieren etc.), kann dabei jedoch schnell hochfahren. Ruhige Beschäftigungsformen sind aktuell besser geeignet. Apportieren ist seine Leidenschaft. Außerdem liebt er das Wasser.


Jagdtrieb:

Deutlich ausgeprägtes Schnüffel- und Umweltinteresse, ziemlich sicher jagdlich motiviert. Jedes Erdloch, jeder Vogel etc. sind interessant.


Treppe:
Läuft Treppen ohne Probleme hoch und runter.

Alleinbleiben:
Ist in der aktuellen Situation nicht möglich. Reagiert mit Unruhe, Bellen und Jaulen, weshalb dies von Grund auf neu aufgebaut werden muss. Teilweise ist schon das Verlassen des Raumes ein Problem für ihn.


Autofahren:
Kein Problem, Kerzi ist entspannt und interessiert an der Umgebung - er schaut gerne beim Fahren aus dem Fenster.

Stubenreinheit:
Bisher unauffällig.

Einzel-, Mehrhundehaltung:
Am Anfang hat ihn unsere Hündin zusätzlich gestresst (durch zusätzliche Geräusche in der Wohnung). Er hat in den ersten Tagen den Raum für sich versucht zu beanspruchen und das durch Knurren geäußert. Unsere Hündin ist aber entspannt und defensiv eingestellt, sodass es nicht zu Ärger kam. Mittlerweile spielt er gerne mit ihr und sie leben parallel im Haus. Selbst in seinem Körbchen darf sie mal liegen. Sein Ressourcen Thema bedingt aber ein klares Management (Futter und Spielzeug).

Neues Zuhause:
Gesucht wird ein ruhiges, reizarmes Zuhause mit klarer Struktur und hundeerfahrenen Menschen, die bereit sind, mit ihm an seiner Stressregulation zu arbeiten. Wichtig sind Geduld, Management im Alltag sowie die Bereitschaft, ihm Sicherheit zu geben, ohne ihn zu überfordern. Ein Haushalt ohne kleine Kinder und idealerweise ohne weiteren Hund erscheint aktuell am passendsten.





Wir können nach einer Vermittlung, keine Gewähr auf das Verhalten des Hundes geben. Die Beschreibung zeigt nur das Verhalten in der Pflegezeit!

Pflegestelle
09.04.2026, 18:44
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Pflegestelle
12.04.2026, 16:58
Kerzi ist am 29.03. bei uns angekommen. Bevor es ins Haus ging, durfte er zuerst unsere Hündin Lucy auf einer Wiese kennenlernen. Nach einem ersten problemlosen und fröhlichen Toben sind wir gemeinsam ins Haus gegangen.
Dort war natürlich alles neu und aufregend. Kerzi hat sofort angefangen, jeden Winkel mit der Nase zu erkunden und ist unruhig umhergetigert. Nach etwas Ruhe und Kennenlernen sind wir mit beiden Hunden – Kerzi an der Schleppleine – auf eine Wiese an der Wupper gegangen. Das fand er großartig, vor allem wegen der vielen Erdlöcher. Seine Nase war durchgehend am Boden, und sein Jagdtrieb war deutlich erkennbar.

Zurück zuhause gab es erst einmal Futter. Da wir wussten, dass Kerzi ein Ressourcenthema hat, haben wir ihn in einem separaten Raum gefüttert, was problemlos funktioniert hat. Danach hätte eigentlich Ruhe angesagt sein sollen, aber das fiel ihm noch sehr schwer. Immer wieder ging er ins Körbchen, rollte sich und biss sich in den Schwanz, um Haare auszureißen.

Pflegestelle
12.04.2026, 16:59
Die erste Nacht war herausfordernd. Kerzi war sehr unruhig und begann bei jedem kleinsten Geräusch zu bellen. Mit einem kleinen Nachtlicht und ruhiger, unaufgeregter Beruhigung haben wir die Nacht überstanden – wenn auch mit wenig Schlaf.
Tagsüber sind wir nur kleine Runden von etwa zehn Minuten gelaufen, um ihn nicht mit zu vielen Reizen zu überfordern. Den Abend wollten wir entspannt verbringen. Allerdings stellte sich heraus, dass Kerzi offenbar ein großer Fußballfan ist: Plötzlich stand er laut bellend vor dem Fernseher. Nach einem klaren Verweis ins Körbchen und andauernder Beruhigung war die Situation aber wieder im Griff.

Pflegestelle
12.04.2026, 17:00
Die nächsten Tage waren weiterhin stark geprägt von vielen kleinen Time-outs, damit Kerzi lernt, zur Ruhe zu kommen. Selbst nach kurzen Spaziergängen oder nach dem Füttern war er schnell überdreht – mit wildem Herumtoben im Körbchen, Kauen, Rammeln und leider auch dem in-den-Schwanz-Beißen und Haare-Ausreißen.
Es gelingt jedoch immer besser, ihn herunterzufahren, und man merkt, wie er zunehmend Vertrauen fasst. Besonders hilfreich ist es, ihn nach dem Absteigen vom Kissen oder Körbchen (zur Not mit einem Leckerchen) ins Sitz zu bringen, ihn sanft mit einem Finger am Halsband zu halten und sehr langsam zu streicheln. Nach einiger Zeit legt er sich dann ab, und seine Atmung beruhigt sich.
Die nächtliche Unruhe blieb zunächst und wir haben von Beruhigungsmusik bis Nachtlicht anlassen alles abwechselns ausprobiert.
Aber dafür kamen Kerzi und Lucy sich immer näher. Es gab die ersten vorsichtigen Spielszenen – ein besonders schönes Zeichen, da sich Lucy anfangs sehr zurückgezogen hatte.

Pflegestelle
12.04.2026, 17:01
Nach ein paar Urlaubstagen mussten wir wieder im Homeoffice arbeiten. Kerzi kannte die obere Etage bereits, wechselte aber ständig zwischen den Räumen und fand nur schwer zur Ruhe. Es war auch nicht leicht für ihn, dass eine Person nicht da war (im Büro). Als wir die Etagentür schlossen, wurde es deutlich besser: Am Ende des Tages hatte er sogar zwei Schläfchen unter dem Schreibtisch – inklusive süßem Träumen. Klingelnde Postboten wurden aber auch mit lautem Gebell angekündigt.
Zwischendurch gab es immer wieder kleine Spielphasen mit Lucy. Die beiden gehen dabei sehr vorsichtig miteinander um und liefern sich kleine, unterhaltsame Ringkämpfe. Wenn es zu wild wird, greifen wir ein und bauen Ruhepausen ein.

Pflegestelle
12.04.2026, 17:02
Nach vielen unruhigen Nächten hatten wir erstmals eine Nacht ohne Bellen. Auch Kerzi hat das merklich gutgetan.
Die Morgenrunde brachte allerdings eine unerwartete Herausforderung: Eine schwarze Katze auf der anderen Straßenseite. Nachdem Lucy – sonst tiefenentspannt – sie kurz anwuffte, zog Kerzi mit großer Kraft an der Leine. Ein unerwartetes Krafttraining am frühen Morgen – und reichlich Cortisol für alle Beteiligten.

Pflegestelle
12.04.2026, 17:02
Da Kerzi immer entspannter wurde, haben wir ihm das erste Mal angeboten, aufs Sofa zu kommen. Das war offenbar neu für ihn, denn er reagierte weder auf „hopp“ noch auf „hoch“. Oben angekommen, war er zunächst sichtbar gestresst, entspannte sich aber zunehmend – und kuschelte sich schließlich sogar in den Schoß.

Pflegestelle
12.04.2026, 17:03
Gestern haben wir den ersten längeren Spaziergang zum Bauernhof gemacht, bei dem wir samstags Brötchen und frische Eier holen. Kerzi war an der Laufleine, die allerdings durchgehend unter Spannung stand. Wir haben immer wieder kleine Pausen eingelegt, uns hingesetzt und ihn bewusst zur Ruhe kommen lassen.
Es gab viel zu entdecken: Wiesen, Wald, andere Hunde, Menschen, Wasser – jede Menge Eindrücke.
Vor dem kleinen Bauernlädchen hat er auf Aufforderung einwandfrei Sitz gemacht und sich nach einer Weile sogar freiwillig hingelegt.
Zuhause waren wir gespannt, ob er – wie sonst nach längeren Spaziergängen – überdrehen würde. Doch nach dem Füttern und während wir unser Frühstück vorbereiteten, hat er sich entspannt auf den Boden gelegt und geruht. Obwohl ihn draußen Vogelgeräusche und andere Reize weiterhin interessieren, fand er schneller zurück zur Ruhe.

Pflegestelle
12.04.2026, 17:03
In der letzten Nacht haben wir es geschafft, wieder im Schlafzimmer zu schlafen – nach langsamem Aufbau über kurze Aufenthalte im Raum. Anfangs gab es wieder wildes Kissengebeiße, aber nach etwas Beruhigung hat Kerzi sich hingelegt und – abgesehen von kleinen nächtlichen Wanderungen – super geschlafen.